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Suchtprävention am Arbeitsplatz


Wozu ein Suchtseminar ?

Die Suchterkrankungen sind nicht nur ein Problem von gesellschaftlicher Bedeutung, vielmehr sind auch Unternehmen und Verwaltungen in zunehmendem Maße davon betroffen. Wie vorliegende Untersuchungen belegen, sind die volkswirtschaftlichen Kosten immens. Modellrechnungen weisen darüber hinaus nach, dass verminderte Arbeitsleistungen und Arbeitsausfälle einen meist unterschätzten Kostenfaktor darstellen. Das hier vorgestellte Programm stellt einen vielfach erprobten Ansatz dar, über eine Hilfeleistung für suchtgefährdete und -kranke Mitarbeiter eine erhebliche Kosteneinsparung zu erzielen. Die Bedeutung von Suchterkrankungen ist vielfach vor allem in den Führungsetagen (noch) nicht erkannt. Die vorliegenden Erfahrungen zeigen jedoch, dass der hieraus entstehende Problemdruck eine zunehmende Handlungsbereitschaft hervorruft.

Angestellter

Die Erscheinungsformen von Suchterkrankungen (Stoffgebundene und nicht stoffgebundene Süchte) sind ebenso vielfältig wie die betroffenen Menschen. Somit können zwar keine generellen Aussagen über die Symptomatik gemacht werden, es gibt aber Grundtypen, deren Kenntnis die Wahrnehmung des Suchtmittelmissbrauches verbessert. Hinsichtlich der Suchtkarrieren und ihrer Verläufe können die Charakteristika beschrieben werden, die auch Laien Handlungsmöglichkeiten eröffnen. Von grundlegender Bedeutung ist es, ein der Krankheit entsprechendes Führungsverhalten durch die Vermittlung von Erkenntnissen aus der medizinischen und psychologischen Forschung zu fördern. Oft zeigt sich, daß die verbreiteten Vorstellungen bezüglich der Suchterkrankungen von den wissenschaftlichen Grundlagen der Suchtbehandlung erheblich abweichen.

Schweisser

So ist es ein weitverbreiteter Irrtum, dass z.B. ein Alkoholkranker ebenso wie ein Raucher in der Lage ist, sein Suchtverhalten bewusst und kontrolliert zu steuern. Tatsächlich sind Suchtkranke nicht in der Lage, ihr süchtiges Verhalten willentlich zu beeinflussen. Versprechen seitens der Betroffenen bezüglich einer positiven Verhaltensänderung sind durchaus mit ernsthaften Vorsätzen verbunden, sie scheitern jedoch am Krankheitsbild, bei dem die bewusste und zielgerichtete Umsetzung von Ansätzen zur Reduzierung der Abhängigkeit durch den medizinisch nachgewiesenen Verlust der Selbstkontrolle überlagert wird. Die kritische Situation beim Auftreten von Suchtproblemen wird vielfach von Wissens- und Verhaltensdefiziten auf seiten der Führungskräfte beeinflusst, die zunächst auf persönlichen Einstellungen beruht. Die weitgehende gesellschaftliche Tolerierung z.B. des Alkohols verursacht nicht selten eine Bagatellisierung der Problematik. Der Co-Abhängige ist eine Alltagserscheinung, die ein Fortschreiten der Krankheit wesentlich begünstigt.

Das hier vorgestellte Konzept ist die Verknüpfung von grundlegenden Erkenntnissen über die Suchtkrankheit mit einer den besonderen Gegebenheiten in Betrieben und Verwaltungen entsprechenden Vorgehensweise im Umgang mit Betroffenen. Von der Feststellung suchtmittelbedingten Fehlverhaltens über die Vermittlung der Möglichkeiten positiver Einflussnahme bis hin zu arbeitsrechtlichen Behandlung wird das Thema nicht nur dargelegt, sondern auch Handlungszusammenhänge aufgezeigt.

Tabletten

Das vorrangige Ziel der Schulung zum Thema Alkohol am Arbeitsplatz muss es sein, über eine Unterstützung betroffener Mitarbeiter bei der Überwindung der Krankheit eine Wiederherstellung der vollen Leistungsfähigkeit zu erreichen und somit die Hilfeleistung für den einzelnen mit unmittelbarem Nutzen für das Unternehmen zu verknüpfen. Die zunehmende Spezialisierung lässt es vielfach als Luxus erscheinen, erfahrene Arbeitnehmer an eine Krankheit zu verlieren.

In diesem Zusammenhang ist hervorzuheben, dass der "trockene" Alkoholiker im statistischen Durchschnitt nachweislich weniger Ausfallzeiten aufweist und höher motiviert ist als andere Arbeitnehmer. Jeder dritte Betriebsunfall ist nach vorliegenden Erkenntnissen durch Alkoholeinwirkung verursacht. Das Ignorieren der Realitäten führt vielfach zu erheblichen Störungen in Organisationsabläufen. Die Erfahrungen zeigen, dass ein konsequentes und sachgerechtes Gegensteuern erhebliche Vorteile für alle Beteiligten mit sich bringt.


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